AGFJ Familienhilfe Stiftung Mannheim


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Sonnengruppe

Gruppen für Kinder


Wann:

montagnachmittags

Treffpunkt:
Die Kinder werden zu Hause abgeholt und anschließend wieder nach Hause gebracht

Teilnehmer:
max. 7 Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 9 Jahren

Gruppenleitung:
Lotte Münch
Johannes Suchalla


Organisatorischer Rahmen/Setting
Die pädagogisch-therapeutische Kindergruppe findet einmal in der Woche statt und dauert
2,5 Stunden. Die Gruppengröße beträgt 7 Kinder. Die Gruppe findet in den Räumen der AGFJ statt, die geeignete Voraussetzungen für das spezielle Angebot der Gruppe hat.
Die Gruppe wird von drei SozialpädagogInnen geleitet, eine ist Kinder- und Jugendpsychotherapeutin in Ausbildung. Die MitarbeiterInnen verfügen über langjährige Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Familien.
Die meisten Kinder kommen aus mehrfach belasteten Familien. Die Auswahl der Kinder erfolgt gemeinsam mit dem Team der AGFJ und mit Abklärung der zuständigen MitarbeiterInnen der sozialen Dienste des Jugendamts. Die pädagogisch-therapeutische Kindergruppe ist kein isoliertes Projekt, sondern es finden eine ständige Rückkoppelung in Bezug auf den Auftrag, als auch Rückmeldungen über Entwicklungsprozesse in den jeweiligen Kontexten Schule, Familie und Gruppe statt.

Ablauf

  • Abholen: Die Kinder werden in der Regel von zu Hause oder vom Hort, bzw. Schule abgeholt und wieder nach Hause gebracht.
  • Treffpunkt Küche: Hier wird gewartet bis alle Kinder da sind. Die Kinder erzählen wie es ihnen geht, was sie bewegt, sie malen, kneten und spielen.
  • Gruppenraum: Die Gruppe geht gemeinsam in den Gruppenraum: Anfangskreis: Einfache Spiele, therapeutische Geschichten, Kinder erzählen etwas. Freies Spiel: Kämpfen nach Regeln; "Mein Haus" - den eigenen Raum mit Decken, Kissen, Tüchern usw. gestalten; Massage mit Igelbällen, um Körpergrenzen wahrzunehmen, mit Handpuppen spielen; malen; Rollenspiele, kuscheln, körperliche Aktivitäten/Bewegungsspiele
  • Gemeinsames Aufräumen
  • Naturerleben: Bei Wind und Wetter Natur erleben, Picknick, Seilspringen, Ball spielen, Spaziergänge am Fluss und durch den Wald, Natur erforschen.
  • Abschlussritual
  • Heimfahrt


Ziele der Gruppe
Ziel dieser Gruppe ist es, in einem regelmäßigen, wöchentlichen Zyklus einen geschützten und überschaubaren Raum für die Kinder zu schaffen, der ihnen die Möglichkeit gibt Aspekte ihrer Persönlichkeit zu entwickeln bzw. zu heilen.

  • Stärkung der Gruppenfähigkeit für Kinder, die Schwierigkeiten haben sich in anderen Gruppen zu integrieren.
  • Einen geschützten und überschaubaren Rahmen anbieten, in dem sich die Kinder wohl fühlen
  • Die Kinder machen Erfahrungen mit Rhythmus und Struktur und bekommen Sicherheit und Halt.
  • Gute Grenzen bei sich selbst und anderen erleben
  • Den eigenen Körper selbstbestimmt und lustvoll zu erleben
  • Umgang mit Nähe und Distanz lernen
  • Entdecken und Entwickeln der eigenen Fähigkeiten und deren kreativen Ausdruck
  • Entdecken, Ausdrücken und Erfüllen der eigenen Bedürfnisse
  • Stärkung des Selbstwertgefühles - das Kind erlebt sich selbst als wertvoll
  • Konstruktiver Umgang mit Aggressionen
  • Sich als Individuum und als Teil eines sozialen Gefüges erleben
  • Umgang mit den eigenen Schwächen und Stärken
  • Stärkung der Impulskontrolle
  • Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen (Handpuppenspiel, Malen, Bewegung, Spiele zum Umgang mit eigenen Grenzen, Angebote, die das Spüren des Körpers ermöglichen)
  • Spaß und Freude in einer Gruppe erleben
  • Integration
  • Naturerfahrung, die Natur mit allen Sinnen erfahren


Zielgruppe
Die Kinder der Kindergruppe sind im Alter von 6-9 Jahren, wobei bei der Zusammenstellung der Gruppe darauf geachtet wird, dass die Alterspanne ungefähr zwei Jahre betrifft.
Die Gruppe ist für Kinder, die besondere Auffälligkeiten zeigen und denen eine kontinuierliche Kindergruppe mit einem pädagogisch-therapeutischen Setting für ihre Entwicklung förderlich ist. Kinder, die in normalen Gruppen nicht oder schwer integrierbar sind und in Schule, Hort und Kindergarten von Aussonderung bedroht sind.
In der Gruppe sind :

  • Kinder, die in ihrer Familie, Schule und Umfeld auffallen oder schwer zurecht kommen
  • Kinder mit kinderpsychiatrischer Diagnose
  • Kinder mit Vernachlässigungs- oder Misshandlungserfahrungen
  • Kinder mit Entwicklungsverzögerungen
  • Kinder mit traumatischen Erfahrungen


Kernelemente der Sonnengruppe

Rhythmus/ Struktur
Klare Struktur und Rhythmus geben den Kindern Verlässlichkeit und Sicherheit.

Hoher Betreuungsschlüssel
Der hohe Betreuungsschlüssel ermöglicht den Mitarbeitern ein individuelles Eingehen auf das einzelne Kind und dessen spezielle Problematik.

Bedarfsorientiertes bzw. flexibles Arbeiten
Eine klare Struktur ermöglicht Räume für ein flexibles Arbeiten, welches dem Gruppenprozess und der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder gerecht wird.

Regelmäßige Teambesprechung und kollegialer Austausch
Das MitarbeiterInnenteam der Gruppe trifft sich regelmäßig, um Entwicklungsprozesse einzelner Kinder, Gruppendynamik und eigene Interaktionen zu reflektieren.

Rückkoppelung - Entwicklungsprozess - Familienhelfer - Familie - Jugendamt
Es findet ein regelmäßiger Austausch mit Familienhelfern und Eltern statt. Detaillierte Rückmeldungen über Beobachtungen werden gegeben, die in der Arbeit in der Familie genutzt werden und den Eltern helfen einen Blick auf die Ressourcen ihres Kindes zu werfen.

Achtsamer Umgang mit Körperkontakt
Die MitarbeiterInnen geben den Kindern Möglichkeiten einen achtsamen Kontakt zu lernen. Sich über den Körper im Schutz der Gruppe auszudrücken, kuscheln, fair kämpfen, ein Kind in den Arm nehmen, liebevoll begrenzendes Festhalten, Massage mit Igelbällen sind Elemente der Gruppe. Das Kind lernt seine Körpergrenzen zu spüren und fühlt sich wohl und angenommen.

Grundhaltung der MitarbeiterInnen

  • Achtsamkeit gegenüber der Symptomatik des Kindes
  • ressourcenorientiert und wertschätzend
  • klare Grenzen bei destruktivem Verhalten anderen und sich selbst gegenüber
  • sich selbst authentisch mit Stärken und Schwächen einbringen
  • Reflektion eigener Interaktionen


Bei Familien mit einer Kindeswohlgefährdung und in Zwangskontexten haben die MitarbeiterInnen ein besonderes Augenmerk auf das Kind und sind in engem Austausch mit den Familienhelfern.
Die MitarbeiterInnen geben den Familienhelfern bzw. den Eltern Hinweise und Anregungen zur weitergehenden Bedarfsabklärung und evtl. notwendigem zusätzliche Förderungsbedarf. Über die guten Erfahrung in der Gruppe sollen die Kinder nach einem Zeitraum von mindestens einem Jahr in andere Gruppen und Angebote des Gemeinwesens integriert werden.

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